Dorfrundfahrt durch Achternholt

Am 3. September 2006 war es wieder so weit, die Dorfgemeinschaft machte unter hervorragender Führung von Herrn Speckmann, Westerholt, eine Rundfahrt mit  vielen Haltepunkten.
Um 10°° Uhr trafen sich über 30 Achternholter, groß und klein, am Grillplatz.
Wir Achternholter kennen Achternholt, aber Herr Speckmann erzählte uns so manches Neue, sogar von Funden vor der Zeitenwende.
Vor 10°° Uhr waren schon die ersten Kleinen da und nahmen Platz. Es regnete zwar noch nicht, aber der Regenschirm wurde schon mal ausprobiert.

Um 10:10 Uhr hatten alle auf den zwei Anhängern Platz genommen. Herr Speckmann erzählte grundsätzliche Begebenheiten über Achternholt, Erläuterungen zum Oberlether Fuhrenkamp und seinem Vorgänger, dem Harberwald, über die Namensgebung des Dorfes Achternholt und seine Einwohnerentwicklung.
Es wurde so interessant und einprägend erzählt, daß alle ruhig waren und genau zuhörten.

Dann begann die Fahrt mit der Überquerung der Böseler Straße, Einfahrt in den Töpfereiweg, Halt an der Kreuzung Töpfereiweg/Kirchweg, Erläuterungen zur Bedeutung des Kirchweges/Marienkirche/Burgbau in Wardenburg.

Zur Fahrt Ecke Töpfereiweg/Zum Hoop (Otten) erhielten wir Erklärungen zur Töpferei und zu den beiden Ziegeleien in Achternholt und Umgebung.

Die Weiterfahrt ging von der Straße zum Hoop bis zur Ecke Am Busch, da erhielten wir Erklärungen zum Hoop als Rest des Harberwaldes, zur Eichenmast der Schweine und über die Holzgrafschaft.
Hier begann es auch richtig zu regnen, was uns nichts ausmachte, da wir alle darauf eingerichtet waren.

Die Fahrt ging dann weiter links rum in den Wassermühlenweg, dann rechts herum Straße Zum Schießstand, Halt am Denkmal, dort Erklärung zu Litteler Fuhrenkamp, Flugsanddünen, ältesten Höfen, Vehnemoor und den Prachtmantel.

Weiterfahrt gerade auf die Böseler Straße, dann links zur Währungseiche, dann Waldstraße folgend, diese ganz durch bis Zum Fuhrenkamp in Westerholt, vor dem Fuhrenkamp entlang, Halt an der Ecke Zum Speckkamp, dort Erklärungen zur ersten Besiedlung.

Nun Weiterfahrt über Wildrosenweg und Böseler Straße zurück zum Grillplatz.



Am Grillplatz angekommen, gab es eine Stärkung.

Und es wurde noch viel diskutiert.

Diese Feldrundfahrt hat uns Achternholter  gut gefallen und sehr beeindruckt.

Nun noch etwas in eigener Sache:


Herr Speckmann hat ein herrliches Hobby, die Ahnenforschung, hervorgerufen auch durch eigene Ahnenforschung.
Mit hervorragender Präzision hat er uns Achternholter die Ortschaft erläutert. Dafür noch vielen Dank von der Dorfgemeinschaft.
Herr Speckmann sagte unter anderem: " Die ersten Häuser in Achternholt waren der Hof Speckmann, Böseler Straße, früher Besitzer Görgen und der Hof Martens, Am Schießstand, früher Besitzer Stramm


und da wurde ich hellwach.


Mein Vorfahr Johann Hinrich Sturm, Zimmermann, hatte spätestens 1791 bis 1801 ein Haus vor dem Haarentor, von 1801 bis 1818 ein Haus in Bloherfelde, 1735 geboren, 17.2.1830 gestorben in Bloherfelde, wurde 95 Jahre und hat am 28.4.1799 Anna Elisabeth Bodemann I geheiratet, gestorben 1799 im Alter von 81 Jahren.
Anna Elisabeth Bodemann getauft in Wardenburg am 9.10.1701.
Eine Anna Catharina Stramm, Hinter dem Holtze (Achternholt), getauft in Wardenburg am 3.11.1738, gestorben in Oberlethe am 6.5.1772, hat geheiratet in Wardenburg am 14.11.1760 Johann Harm Bodemann I, Brinksitzer in Oberlethe.
Diese Daten sind auch in der Oldenburgischen Familienkunde, Ahnenliste Sturm, einzusehen.

Noch etwas über das Alter der Bäume (vorwiegend Eichen), die heute in Achternholt auf ehemaligen Wällen stehen:
Ich habe nach der Sturmkatastrophe 1990 die Jahresringe unserer abgebrochenen Eiche in einer Höhe von 6 m (40 cm Durchmesser) gezählt.
.


Wir sind auf das Jahr ca. 1840 gekommen. Das ist aber nicht unsere stärkste Eiche gewesen.
Das Alter von 200 jahren der gepflanzten Eichen in Wallhecken ist angemessen.
Ja, das war noch einmal ein Zusatz in eigener Sache.

Benno Sturm